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24.04.2014, 18:40 Uhr
„Wir waren alle Brüder und Schwestern“
Erzählcafé der Frauen Union lud zum Austausch von Erinnerungen an den Mauerfall mit Jens Nacke MdL in Helmstedt
Ihre Erinnerungen an den Mauerfall im November 1989 tauschten die Mitglieder der Frauen Union (FU) mit dem Landtagsabgeordneten Jens Nacke (CDU) aus. Zum Erzählcafé im Parkhotel Helmstedt hatten sie am Mittwoch den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion eingeladen. „Wir waren alle Brüder und Schwestern“, schilderte bei Kaffee und Kuchen die FU-Vorsitzende Charitha Rosinski ihr damaliges Gefühl. „Es war eine übergroße Freude bei uns allen.“
 
Beim Erzählcafé der Frauen Union wurden mit Jens Nacke MdL persönliche Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls bei Kaffee und Kuchen ausgetauscht.
Helmstedt -
Begrüßt und vorgestellt wurde der Ammerländer Jens Nacke von der CDU-Kreisvorsitzenden Elisabeth Heister-Neumann, die im Landtag mit ihm viele Jahre gut zusammen arbeitete. Nacke war 18 Jahre alt, als die innerdeutsche Grenze geöffnet wurde und erinnerte sich noch gut an die live-Übertragungen im Fernsehen, die er gemeinsam mit Freunden aus der Jungen Union mitverfolgte. „Solche emotionalen Rückblicke an die Wiedervereinigung halten die Erinnerung wach, dass jeder Bürger in unserer heutigen Demokratie ein echtes Wahlrecht zwischen den Parteien und Personen hat“, sagte Nacke mit Blick auf die diesjährige Europawahl am 25. Mai 2014. „Also ist es unsere Herausforderung als Politiker klarzumachen, dass jeder mit seiner Stimmabgabe etwas bewegen kann.“
 
„Diese Erinnerung betrifft uns Deutsche als Nation ganz besonders. Deshalb erwartet die CDU-Landtagsfraktion vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten und aktuellen Bundesratspräsidenten Weil, dass am Tag der Deutschen Einheit in Hannover auch ein nationales Gedenken stattfindet und nicht ein beliebiges Fest der Kulturen“, berichtete Nacke von einer aktuellen Auseinandersetzung mit der rot-grünen Landesregierung. Hintergrund: Die jährlichen Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit (3.10.) werden immer in der Hauptstadt des Bundeslandes ausgerichtet, das gerade den Vorsitz im Bundesrat hat. Laut Medienberichten plant Rot-Grün, am 3. Oktober die kulturelle Vielfalt in Deutschland in den Mittelpunkt der Feierlichkeit zu stellen und die die Rolle der DDR-Bürgerbewegung. 
 
Nach den Worten von Nacke, einem Gedichtvortrag von Cornelia Bosse und einem Kurzfilm aus dem Jahr 1989 kam die Erzählrunde so richtig in Fahrt. „Ich erinnere mich noch gut, als ich an dem Donnerstagabend von der Chorprobe nach Hause kam und plötzlich so viele Trabbis in der Helmstedter Innenstadt entdeckte. Erst zuhause angekommen erfuhr ich von meinem Mann, dass die Grenze offen ist“, schilderte Jutta Abry ihr persönliches Erlebnis. 
 
Danach meinte Ursula Wiedemann: „Wir lagen uns in den Armen mit fremden Leuten, denen wir uns doch so nah fühlten. Unsere Häuser waren alle offen und keiner hat etwas geklaut. Es ist schade, dass wir dieses schöne Gefühl seitdem nicht wieder erlebt haben.“ 
 
Elisabeth Heister-Neumann ärgerte sich ein wenig darüber, dass sie in den Tagen der Grenzöffnung nicht in Helmstedt, sondern in Süddeutschland war.
 
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